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VGS Cobra E.-Gitarre, Open Pore Shadow Black, Pro Series
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Torsten Großmann - Das Geheimnis der "Tower of Power"-Grooves

07.10.2008
Bedienungsanleitung ansehen und herunterladen Tower of Power trumpft auch nach 40 Jahren Bandgeschichte mit einer spektakulären Mischung aus Funk, Soul, Jazz und Pop auf. Geniale Grooves mit präzisen Bläsersätzen machen Tower of Power zu Recht zu einer der "professionellsten Bands der Welt".
Prägendes Detail der Höllengrooves von Tower of Power ist zweifelsohne die Ryhtmussektion. Urgesteine Francis Rocco Prestia und David Garibaldi haben dabei nicht nur die Band, sondern auch ganze Generationen von Bassisten und Schlagzeugern geprägt.

Bassist Rocco Prestia gilt als der typische Fingerfunkplayer. Sein Fingerstyle-Funk ist geprägt von stark synkopierten und perkussiven 16tel-Basslinien. Wesentliches Stilmerkmal ist sein Left-Hand-Muting (Dämpfen mit der linken Hand). Dabei werden die angeschlagenen Töne mit lose aufgelegten Fingern der Greifhand abgedämpft. Im folgenden Beispiel werden diese Ghost-Notes (X) am Einfachsten durch Nachlassen des Drucks auf den gegriffenen Ton gespielt.



Drummer David Garibaldi gilt als einer der Wegbereiter des Funk Drummings. Ausgefeilte Spiel-Technik mit präzisen Grooves und ein innovativer Gebrauch von Ghostnotes machen ihn zu einem Ausnahmedrummer. Sein revolutionäres Two-Level-Concept (oder auch 2-Level Dynamik-Konzept) beschreibt das Verhältnis von betonten (accented) und unbetonten (unaccented) Schlägen auf Snare und Hi-Hat.
Während seiner Auszeit bei Tower of Power von 1980 bis 1998 wurde die Stilistik von Schlagzeugern wie Russ McKinnon oder Herman Matthews weitergeführt. Im folgenden Beispiel von ihnen sind alle nichtakzentuierten Snarenoten als Ghostnoten zu verstehen. Alle nichtakzentuierten HiHat-Noten werden mit Stockspitze und die Akzente mit dem Stockschaft gespielt.



Ein weiteres "Geheimnis" ist die Verwendung polyrhythmischer Strukturen. Dabei laufen mehrere Rhythmen gleichzeitig ab, die sich wechselseitig ergänzen oder durch unterschiedlicher Aufteilung gleicher Werte rhythmische Spannung erzeugen. Entscheidend bei unseren Grooves hier sind erstere, die sogenannten komplementären Rhythmen. Zwei sich ergänzende Rhythmen ergeben eine konstante lineare Abfolge. Die beiden Rhythmen werden kreuzrhythmisch miteinander verwoben und die Hauptakzente gegeneinander verschoben. Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Bass pausiert bei einem Drumakzent oder umspielt diesen. Das Ganze natürlich auch umgedreht.

von Torsten Großmann

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