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Roy Benson TT-236 F Bb/F-Tenorposaune, Pro Series
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Ralf Schanzel - Effektiv Üben

02.03.2007
Effektiv Üben - Warum langsam spielen nicht genug ist.

Übung ist unser wichtigstes Werkzeug um unsere Fähigkeiten zu verbessern und unser spielerisches Limit möglichst kontinuierlich nach oben zu verschieben.
Es ist daher sicherlich berechtigt unserer Art zu Üben größte Aufmerksamkeit zu widmen.

Wie setzen wir unsere (meist) knappe Zeit ein, verwenden wir den besten und effektivsten Weg um unser Können zu verbessern?

Zuerst kommt der Entschluß - Üben wäre mal wieder nötig.
Wir nehmen die Gitarre zur Hand, spielen unsere Lick´s, Rhythmen und Übungen ein paarmal durch.
Richtig gespielt? - Wenn nicht, das Ganze nochmal von vorn, klappts diesesmal dann ist alles ok, wenn nicht dann gibts eben noch einen Versuch.
Ist die Übung oder das Lick wirklich schwer kann es sein, dass es heute gar nicht funktioniert, was sich dann sicherlich mit der aktuellen Tagesform entschuldigen lässt (Morgen pack ich´s dann aber definitiv!!) ;-)

Leider funktioniert es so aber nicht.

Das schwierige Lick, der komplizierte Rhythmus wird auch morgen, übermorgen oder irgendwann nicht klappen, wenn wir unsere Übungszeit nicht nutzen um wirklich effektiv zu üben.

Was aber können wir tun um beim Üben den gewünschten Zweck zu erreichen und wirklich voranzukommen?

Ein Tipp der in diesem Zusammenhang immer wieder gegeben wird, der sich auch in jedem zweiten Lehrbuch wiederfindet heisst "langsam üben".
Aber was heisst langsam üben? Wenn ich mein Lick "langsam" falsch spiele wird´s wahrscheinlich auch nicht besser!

Der entscheidende Punkt besteht darin "RICHTIG" zu üben.

Das Stück das wir lernen wollen richtig und fehlerfrei zu spielen.

Was passiert wenn wir üben?
Beim Üben trainieren wir unsere Finger, Muskeln und unser Gehirn auf bestimmte, genau vorgegebene Bewegungsabläufe.
Hierbei wird der Ablauf sowohl im "Muskelgedächtnis" (ermöglicht die "automatischen" Bewegungsabläufe) als auch im Gehirn gespeichert.
Je genauer die eingespeicherten Bewegungsabläufe sind, desto präziser können wir etwas spielen.

Deshalb ist es notwendig dem Training höchste Aufmerksamkeit zu widmen.
So wie wir etwas einprogrammieren wird es nachher auch wiedergegeben.
Wenn wir das Stück von fünf Versuchen viermal falsch spielen haben wir mit Sicherheit eher die falsche Version einprogrammiert als die richtige.

Das heisst also im Klartext, dass wir unserem Körper GENAU mitteilen müssen was wir von ihm möchten.

Dazu gehört EXTREM langsames Spielen, speziell wenn wir an neuen Dingen arbeiten. (Steve Vai empfiehlt in diesem Zusammenhang eine Übungsgeschwindigkeit die es ermöglicht zwischen jedem Ton das Wort "Missisippi" auszusprechen) es geht aber auch mit sehr langsamem Metronom-Tempo ;-)
Am Anfang ist es am besten, das Metronom ganz wegzulassen und sich erst einmal die erforderlichen Fingersätze einzuprägen.

Dann kann man mit SEHR langsamem Tempo (Metronom max. 70 bpm) mit einer gespielten Note auf 4 Schläge beginnen. (Der "Missisippi-Tipp" ist in Bezug auf das Tempo also ernst gemeint).
Die Konzentration sollte auf absolut korrekte Ausführung gerichtet sein, dazu gehört IMMER gleicher Fingersatz und IMMER gleiche Anschlagbewegungen.
Wenn wir mit einem Abschlag beginnen, dann IMMER mit einem Abschlag, verwenden wir Wechselschlag, dann IMMER Wechselschlag.

Nur wenn wir den kompletten Ablauf absolut präzise und immer gleich üben, können wir von unserem Körper auch die immer gleiche Reproduktion erwarten.
Größte Aufmerksamkeit sollten wir auch darauf verwenden alle Muskeln absolut locker zu lassen.
Nur beim entspannten Spielen sind wir in der Lage Höchstleistungen zu vollbringen.
Jede Verkrampfung jeder (falsch) angespannte Muskel wird beim Üben genauso mit einprogrammiert wie jeder andere Bewegungsablauf.

Unser Körper kann nicht unterscheiden, was beim Spielen des gewünschten Stücks an Muskelanspannung und Bewegungsabläufen dazugehört und was nicht.
Wir bekommen also genau das zurück, was wir einprogrammieren, deshalb ist es so wichtig auf die 100 Prozent richtige Ausführung zu achten.

Als grundsätzliche Regel gilt: Spielst Du falsch, spielst Du zu schnell!

Wenn wir ein Stück also immer RICHTIG üben, sollten auch im "Ernstfall" keine Fehler auftreten ;-)
von Ralf Schanzel

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